jazz in e.

Ein Festival aktueller Musik. Jedes Jahr zu Himmelfahrt. In Eberswalde.

Jazz in E. Nr. 22
BLUES
Ein Festival aktueller Musik
4. bis 7. Mai 2016 Eberswalde

Onlinetickets können Sie hier bestellen und selbst ausdrucken!

Blues für Jens & ein Apéritif-Konzert zum Festival Jazz in E. Nr. 22
Sonnabend, 30. April 2016, 10:30 Uhr
Marktplatz Eberswalde
Guten-Morgen-Eberswalde CDLX
Kulturelle Interventionen in der Innenstadt von Eberswalde

Schneider - Schwarznau - M8 (D)
Jörg Schneider (voc, git) - Franz Schwarznau (bass) - Matthias Macht (drums)
Schneider Jörg Schneiders außergewöhnlicher Slide- und Picking-Style auf der Gitarre, Franz Schwarznaus Intensität auf dem Kontrabass und Matthias Machts unorthodoxes Schlagzeugspiel, welches u.a. auch die CD-Produktionen von Chris Whitley „Hotel Fast Horizon“ (2003) und „Soft Dangerous Shores“ (2005) prägt, mit dem er zudem auch auf USA Tournee war, ergänzen sich ganz hervorragend. Die einfache Schönheit des Folk verbindet sich mit der hypnotischen Kraft des Blues.
Mit diesem Konzert erinnern wir an unseren vor zwei Jahren verstorbenen Freund und Mitstreiter, unseren „Kulturverstärker“ Jens Köckritz.
www.schneider-schwarznau.de

Mittwoch, 4. Mai 2016, 20:00 Uhr
Paul-Wunderlich-Haus
Festivaleröffnung

Aki Takase NEW BLUES (J / USA / D)
Aki Takase (piano) - Eugene Chadbourne (voc, git, banjo) - Rudi Mahall (bcl) - Nils Wogram (tb) - Heinrich Köbberling (drums)
Takase Aki Takase nimmt sich als Pianistin, Komponistin und Arrangeurin immer wieder neuer Themen an, um sie auf die ihr eigene Art neu zusammenzusetzen. So hat sie sich u.a. dem im Grußwort zum Festival erwähnten „Father oft he Blues“ gewidmet und das Konzert ihrer „All-Star-Band“ steht somit nicht zufällig am Beginn unserer diesjährigen musikalischen Abenteuerreise. Für ihr „W. C. Handy - Projekt", damals noch in der Konstellation mit Rudi Mahall, Nils Wogram, Fred Frith und Paul Lovens auch als CD unter dem Titel „St. Louis Blues“ 2001 bei Enja verewigt, erhielt sie den SWR Jazzpreis.
Aki Takase gastierte mit ihren langjährigen Duo-Partner Rudi Mahall am 23. Mai 2009 bei Jazz in E. Nr. 15 und mit der japanischen Tänzerin Yui Kawaguchi am 3. Juni 2011 bei Jazz in E. Nr. 17 („Tanzmusik“). Zu ihrer NEW BLUES Band gehören: Der amerikanische Gitarrist und Banjospieler Eugen Chadbourne, der mit Paul Lovens (Me & Paul) am 30. Mai 2003 bei Jazz in E. Nr. 9, damals noch im Passage-Kino, bei uns einkehrte. Unvergessen. Der in Zürich lebende Posaunist Nils Wogram, ein erstes Mal mit der Band „Sebastian Gramms Underkarl“ am 26. Mai 2001 bei Jazz in E. Nr. 7 in Eberswalde. Bassklarinettist Rudi Mahall, u.a. auch mit dem „Roten Bereich“ und „Monks Casino“ bei Jazz in E., sowie Schlagzeuger Heinrich Köbberling, zuletzt am 1. Juni 2002 bei Jazz in E. Nr. 8 in Eberswalde, ehedem mit den Bands „Günter Adler“ und „Dok Wallach“ im Rahmen unseres „Berlin.Berlin.“-Abends.
www.akitakase.de

Donnerstag, 5. Mai 2016, 20:00 Uhr
Paul-Wunderlich-Haus

Ogoya Nengo & The Dodo Women's Group (KEN)
Anastasia Oluoch Akumu aka Ogoya Nengo (voc) - Margaret Ondiege Asin (voc) - Maria Auma Ochieng (voc) - Victor Oloo Omondi (ohangla drums, orutu - one string violin) - Joseph Oloo (voc, ohangla drums, nyatiti - lyre)
Ogoya Nengo Ogoya Nengo wurde im Jahr 1943 in der Nähe des Viktoriasee als Anastasia Oluoch geboren. Als Mitglied einer Familie von Sängern wuchs sie schnell in die Tradition der "Social Messengers & Commentators" hinein, in Kenia als "Dodo Singer" bezeichnet. Bereits in ihren frühen Teenagerjahren hatte sie damit Erfolg, sang auf Hochzeiten, Beerdigungen und Dorfversammlungen. Als jüngste von sieben Geschwistern wurde sie mit 13 Jahren zur Vollzeit-Dodo-Sängerin und erhielt den Namen "Ogoya Nengo" - „Die Begabte“. Mit ihrer Schwester Nyagor wurde sie zum Star ihrer Zeit und prägte die Region mit ihrer Musik. Staatsleute, Krieger, Kolonialherren und Missionare ließen sich von ihrem Talent beeindrucken.
Ihre persönliche Herangehensweise an Dodo, diesem vom Aussterben bedrohten Genre, ist geprägt von ihrer ausdrucksstarken und leidenschaftlichen Stimme. Ogoya ist in Kenia selbstverständlich eine berühmte Folkmusikerin mit einer beeindruckenden Karriere über Jahrzehnte hinweg, aber ihr Erfolg blieb auf ihre Heimatregion beschränkt, kaum Außenstehende hatten bisher das Vergnügen, sie zu hören. Eine Plattenveröffentlichung im Herbst 2014 auf dem Londoner Honest Jon’s Label, produziert von Stefan Schneider (To Rococo Rot) & Sven Kacirek, brachte die zeitlos mystische Musik von Ogoya Nengo nach Europa. Erste Einladungen auf wichtige europäische Festivals, wie Africolor in Paris oder Le Guess Who? in Utrecht folgten.
Eine zweite Europa Tournee startet am Himmelfahrtstag bei Jazz in E. Nr. 22!
www.planetrock-booking.de/

Puts Marie (CH)
Max Usata (lead voc, perc) - Sirup Gagavil (git, voc) - Igor Stepniewski (bass, voc) - Nick Porsche (drums, voc) - Beni06 (farfisa organ)
Puts Marie Puts Marie, aus dem zweisprachigen Biel-Bienne, sind seit 15 Jahren unterwegs und die beste Live-Band der Schweiz. Dazu haben sie gerade den Preis für das „IndieSuisse Album of the Year“ entgegen genommen. In ihren Anfängen tourten sie unbekümmert in einem alten VW-Bus durch Europa, ohne Plan, ohne Organisation, ohne doppelten Boden. Die Reise führte sie bis nach Mexiko - ein verwegenes Unterfangen, nicht ohne Gefahr, aber typisch für die Band. Nach längeren Aufenthalten in Mexiko, später auch Brooklyn und Portland und einer zweijährigen Schauspielerausbildung von Sänger Max Usata an der Lee Strasberg Schule in New York, hat sich die Band nun erneut zusammen gefunden.
Puts Marie haben ihre Einflüsse von Django Reinhardt bis Wu-Tang Clan, von Sun Ra bis Alfred Cortot, der Übervater der französischen Chopin-Interpreten, zu einem eigenen und sehr zeitgenössischen Sound verschmolzen, der mit Songstrukturen spielt, ohne sich ihnen zu unterwerfen. Es mischen sich die so typischen Mariachi-Licks mit Noise, Hip Hop mit Kitsch, Melancholie mit Punk, Blues mit Chanson…
www.putsmarie.com

Freitag, 6. Mai 2016, 20:00 Uhr,
Paul-Wunderlich-Haus

Tobias Hoffmann Trio (D / NL)
Tobias Hoffmann (git, banjo) - Frank Schönhofer (bass) - Etienne Nillesen (drums)
Hoffmann Das Tobias Hoffmann Trio interpretiert Klassiker und Standards aus verschiedenen Genres und Epochen. Musikalische Grenzen müssen dabei nicht überschritten werden, für die Musiker existieren sie einfach nicht und ja, sie erscheinen wie die bizarre Vorstellung, das Wes Montgomery Trio und The Cream hätten die Klamotten getauscht. Tobias Hoffmanns explosives Gitarrenspiel, komplex verwurzelt in Jazz, Blues, Rock und 60‘s Surfmusik, jault, plappert, zitiert, jubiliert und krächzt, dass es eine Freude ist. Wie durch ein Kaleidoskop schaut man auf verschiedene Dekaden der elektrischen Gitarre, sieht deren Zusammenhänge, Entwicklungen und Überschneidungen. Frank Schönhofer und Etienne Nillesen überzeugen als schwer groovendes und kreatives Rhythmusgespann. Immer hart an der Grenze, kurz vor dem Auseinanderfallen in wunderschönes, dreckiges Chaos. Ein intensiver Trip!
Für das Debütalbum des Trios „11 Famous Songs Tenderly Messed Up“ erhielt Tobias Hoffmann 2015 einen ECHO Jazz in der Kategorie Gitarre National. Und im Januar 2016 dann auch noch gleich den WDR Jazzpreis in der Sparte „Improvisation“. Yeah!
„One of germany‘s most creative and original voices in guitar“ (Greg Cohen, Bassist/ Producer für Tom Waits, John Zorn u.v.a.)
„Der derzeit wahrscheinlich beste Jazzgitarrist Deutschlands.“ (Wolf Kampmann, Jazz Journalist des Jahres 2015, Autor des Reclam Jazzlexikons)
www.tobias-hoffmann.com

Dirk Berger GARAGENJAZZ (D)
Dirk Berger (git) - Lutz Krajenski (hammond organ) - Sebastian Krajewski (drums)
Berger Dirk Berger ist nicht nur Mitglied des umjubelten Produzenten-Teams "The Krauts" (Peter Fox, Marteria u.a.), sondern auch der Erfinder des „Garagenjazz“. In seiner Jugend zwischen Metal und Hochschul-Musik-Studium mäandernd, ohne dabei auch nur jemals das Wort "Crossover" in den Mund genommen zu haben. Berger ist ungeschwätzig, uneitel, selbstironisch, jederzeit die Pause über die Virtuosität stellend, geschmackssicher und steht im Dienste des Songs. In seinem Kopf befindet sich der gesamte Elektrogitarren Kanon vom Blues bis Post-Pop. Er, der sich als Gitarrist, Co-Produzent und Songschreiber gern in den Dienst artverwandter Popgrössen stellt und diesen mit Freude einen leuchtenden Stempel in ihre Live- und Studio Alben drückt, hat für Jazz in E. ein spezielles GARAGENJAZZ TRIO zusammengestellt. Berger spielt mit Hammond Organist Lutz Krajenski, der ganz u.a. mit Inga Rumpf und Roger Cicero auf Tournee war und Schlagzeuger Sebastian Krajewski alias Based, der schon immer und immer noch der Schlagzeuger von SEEED ist.
Dirk Berger kennt noch unsere legendäre „Garage“ in der Eisenbahnstraße. Denn am 28. Mai 1999 gastierte er mit GARAGENJAZZ bei Jazz in E. Nr. 5. Jetzt ,17 Jahre später, ist er wieder da!
"Da ist alles aus. Er ist der Endboss der Gitarristen." (Marteria)
Die Konzerte des Tobias Hoffmann Trios und von Dirk Berger GARAGENJAZZ am 6. Mai 2016 bei „Jazz in E.“ werden vom kulturradio (rbb) live aufgezeichnet.
soundcloud.com/dirk-berger/tracks

Sonnabend, 7. Mai 2016, 10:30 Uhr
Kirchhang am Marktplatz
Guten-Morgen-Eberswalde CDLXI
Kulturelle Interventionen in der Innenstadt von Eberswalde

Raphael Wressnig & The Soul Gift Band (AUT / ITA)
Raphael Wressnig (hammond organ) - Enrico Crivellaro (git) - Thorsten Skringer (sax) - Horst-Michael Schaffer (tp) - Silvio Berger (drums)
Wressnig Der Österreicher Raphael Wressnig hat einen explosiven und dennoch eleganten Orgelstil kreiert und ist mit seinem Mix aus Soul, Funk, Blues und Jazz zum Inbegriff eines modernen Hammond-Organisten geworden. 2013 und 2015 wurde Raphael Wressnig als „Best Organ Player“ beim DownBeat Critics Poll nominiert, dem wichtigen Jazzpreis des US-amerikanischen Jazz- und Blues-Magazins mit der weltweit höchsten Auflage. Seine Tourneen führen ihn durch die Südstaaten der USA, von Mexiko bis Dubai, von Chile bis nach Brasilien, von Istanbul bis Kopenhagen, von Moskau bis in die Karibik, von Nordafrika bis nach Wien und Paris. Ein musikalisches Amalgam aus Rhythm & Blues, Rock & Roll, New Orleans Funk. Am Vormittag um Halbelf!
"...der momentan coolste Hammond-Master..." (Jazzthing)
Für das unkomplizierte „Picknick zum Jazz“ sorgt heute am vormittag das Kaffeehaus GUSTAV!
raphaelwressnig.com

Sonnabend, 7. Mai 2016, 20:00 Uhr
Paul-Wunderlich-Haus

Absolutely Sweet Marie (D)
Steffen Faul (tp) - Matthias Müller (tb) - Alexander Beierbach (sax) - Max Andrzejewski (drums)
ASM Die Band Absolutely Sweet Marie wurde 2012 von Alexander Beierbach gegründet und setzt sich mit dem Werk von Bob Dylan auseinander. Dieser Meister wird am 24. Mai 2016 75 Jahre alt. Pünktlich zelebriert das Quartett ein ganz besonderes Geschenk, nämlich mit „Another Side Of Blonde On Blonde“ eine zweite CD-Veröffentlichung. Es ist ihre Version des berühmten Dylan Albums „Blonde On Blonde“ aus dem Jahr 1966. Komplett wird es in den Kosmos von Absolutely Sweet Marie transportiert.
In der Besetzung drei Bläser plus Schlagzeug werden feine, kammermusikalische Momente von dichten Kollektivimprovisationen abgelöst, Brass-Band-Klänge stehen einem Geflecht aus polyphonen Überlagerungen gegenüber. Einige der Dylan-Songs werden im Ganzen für die Besetzung arrangiert, wobei die stark textbezogenen Stücke in eine rein instrumentale Form übertragen werden. Ein anderes Mal dienen Bruchstücke eines Dylan-Songs als Ausgangsmaterial für eigene Kompositionen.
"Nun ist es ja immer so eine Sache, Dylan in Jazz zu übersetzen, weil seine Musik nicht strukturell, aber von der Intention her ohnehin schon so eine große Nähe zum Jazz aufweist. Doch mit mehr Spaß, Süffisanz und Hingabe als die vier Musiker das getan haben, ist die Umsetzung dieser ehrgeizigen Aufgabe kaum möglich. Dylans Opener „Rainy Day Woman“, der ja mit seinem New-Orleans-Flair die perfekte Vorgabe macht, wird von der Band in bester Marching-Band-Manier aufgegriffen, und dieses Timbre wird bis zum Ende durchgehalten. Das ist mitreißend, lustig und niemals flach. Ein Tribut, der diesen Namen verdient." (Wolf Kampmann über „Another Side Of Blonde on Blonde“, Jazzthing, Februar 2016)
www.alexanderbeierbach.de/asm

ANDROMEDA MEGA EXPRESS ORCHESTRA (D / AUT / FRA / CAN / CZE)
Daniel Glatzel (comp, cl, sax) - Oliver Roth (fl) - Laure Mourot (fl) - Sebastian Hägele (fagott) - Johannes Schleiermacher (sax, fl) - Ritsche Koch (tp) - Magnus Schriefl (tp) - Julius Heise (vib, perc) - Jörg Hochapfel (synth, sampler, piano) - Kathrin Pechlof (harfe) - Kalle Zeier (git) - Matthias Pichler (bass) - Andi Haberl (drums) - Matthew Lonson (violn) - Grégoire Simon (violn) - Martin Stupka (bratsche, blockflöte) - Isabelle Klemt (cello)
AMEO Das unglaubliche Andromeda Mega Express Orchestra arbeitet seit zehn Jahren wie kein zweites freies Großensemble konstant und experimentierfreudig zusammen. Es besteht aus jungen, gefragten Musikern internationaler Couleur aus so unterschiedlichen Bereichen, wie dem Ensemble Intercontemporain, Tony Allen‘s Afrobeat, Jazzmeister Kenny Wheeler, der Camerata Bern oder dem Konzeptkünstler Cory Arcangel. Unter der Leitung des Komponisten und Saxophonisten Daniel Glatzel finden sie ihre Heimat in Konzertsälen, Jazzclubs und bei gemeinsamen Konzerten mit der Band The Notwist auch in großen Hallen und auf Popfestivals. Dieses einzigartige Hybrid aus Big Band, Kammerensemble und Prog-Rock-Orchester ist immer ein Ereignis und wirbelt die Erwartungen und Gewohnheiten durcheinander, um sie gleichwohl neu zu ordnen. Jedes Konzert gleicht einem farbenreichen Abenteuertrip, den man garantiert kein zweites Mal so erleben wird oder gar vorhersehen kann. Das Thema "Blues" ist sicherlich nicht eines der offensichtlichsten Wurzeln vom AMEO, aber für Daniel Glatzel ein Haupteinfluß in seinem Schaffen und so wird das Eberswalder Programm ein aus dem 80 Werke fassendem Repertoire speziell zusammengestelltes werden - mit dem Blues im Blick.
„Eine Quadratur des Kreises“ (Süddeutsche Zeitung)
„Ein genresprengendes Faszinosum“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
www.andromedameo.com

DJ Das Jazz-in-E-DJ-Team! Für die gute Musik vor und nach den Konzerten stehen die gastgebenden Jazzaktivisten höchstpersönlich. Täglich ein neues Gesicht am Pult!