jazz in e.

Ein Festival aktueller Musik. Jedes Jahr zu Himmelfahrt. In Eberswalde.

Jazz in E. Nr. 25 - RITUAL
Ein Festival aktueller Musik
29. Mai bis 1. Juni 2019 Eberswalde

ONLINETICKETS können Sie schon jetzt hier bestellen und selbst ausdrucken!

Das Programmheft zum Download (pdf, 1,3 MB)

Apéritif No. 1 zum Festival
Donnerstag, 16. Mai 2019, 19:30 Uhr
Paul-Wunderlich-Haus
Buchpremiere „Garage Wunderlich - Aus der Nische in die Mitte - 25 Jahre Festival Jazz in E.“
U.a. mit Autor Thomas Melzer, Festivalleiter Udo Muszynski, Jazzredakteur Ulf Drechsel, Grafiker Carsten Storm

Mehr als jede andere Musik ist der Jazz für den Moment gemacht. Vielleicht hat deshalb bei Jazz in E. nie jemand an die Möglichkeit gedacht, einmal auf 25 Festivaljahre zurückzuschauen. Jetzt, wo es soweit ist, erweist sich die Archivlage als durchwachsen. Es gibt gut und weniger gut dokumentierte Jahrgänge. Viele Jazzaktivisten erinnern sich. Musiker bezeugen, dass es eben doch nicht egal ist, ob das Klavier in M., L., oder E. steht. Zum Vierteljahrhundert zieht „Garage Wunderlich“ eine Zwischenbilanz.
„Es geht nicht allein um Musik. Musik ist nur eine Audrucksform. Es geht um eine bestimmte Form von Wachheit. Darum, wie man lebt.“ (Axel Dörner)

Konzert: The Mazookas (D)
Sophia Martineck (autoharp) - Henning Wagenbreth (mandolin, slide and nose whistle) - Friedemann Bochow (toy piano, acc) - Andreas Trogisch (git, bass) - Lutz Wallroth (perc) + Überraschungsgäste
Mazookas Deutscher Bluegrass. Die Mazookas sind eine Gruppe von Illustratoren und Grafikdesignern, die ihre grafische Kunst in Verbindung mit populärer Volksmusik von Osteuropa bis Westamerika bringen. Die grafisch-musikalische Band nahm sich ihren Namen von Jelly Roll Morton, dem Jazz Pianisten aus New Orleans, der den traditionellen slawischen Tanz „Mazurka“ auf Englisch „Mazooka“ nannte. Dieser Slang illustriert, wie populäre Kunstformen durch verschiedene Kulturen wandern und dabei adaptiert und verändert werden. Große Sammlungen früher internationaler Volksmusik, wie die Aufnahmen der Library of Congress und des Smithsonian Instituts liefern den Mazookas musikalische Ideen. So wie die Illustratoren die Kunst ungelernter Maler und Zeichner bewundern, betreiben sie ihre musika-lischen Shows als ungelernte Musiker auf ungewöhnlichen Instrumenten. Mandoline, Ziehflöte, Autoharfe, Spielzeugklavier, Akkordeon, Bass und Cajon produzieren den Soundtrack für projizierte Bildgeschichten und tanzende Puppen in einem attraktiven, farbigen Bühnenbild.

Digestif statt Apéritif! Im Juni!
Stadtbespielungen - mit dem Schweizer Schlagzeuger Julian Sartorius in Eberswalde unterwegs. Bitte die Tagespresse und die Ankündigungen auf www.mescal.de beachten!

Apéritif No. 2 zum Festival
Montag, 20. Mai 2019, 19:30 Uhr
Thinkfarm Eberswalde
Film „Die Aktivisten - Wie der Jazz in die Stadt kam“
Eine dokumentierte Improvisation von Thomas Melzer und Antje Dombrowsky (D 2009, 90min)

Interview Wiederaufführung! Thomas Melzer und Antje Dombrowsky gehen der Frage nach, wie sich das Grundprinzip des Jazz, die Improvisation, durch das Eberswalder Leben zieht. Sie wollen wissen, wie stark das Interesse für aktuelle, ungewöhnliche Musik hier verwurzelt ist und ob der Aufstieg des Festivals aus einer Nische in das repräsentative Zentrum der Stadt gleichnishaft für Offenheit und Vielfalt steht. Dabei erleben sie am Humboldt-Gymnasium, wie Schüler im instrumentalen Zusammenspiel zur freien Improvisation finden. Mit Veteranen der Eberswalder Szene begeben sie sich auf historische Spuren, vom Haus der Kultur über den Heinrich-Mann-Club bis zur legendären Garage. Zu erleben sind u.a. auch Ausschnitte aus Konzerten von Kalle Kalima, Jerry Granelli, dem R& B Collegium, Burnt Friedman & Jaki Liebezeit sowie der „Enttäuschung“.
„Unser Film heißt ‚Die Aktivisten’, weil es aktiven Visionären zu verdanken ist, dass Eberswalde eine lebendige bürgerliche Mitte zurückerhalten hat. Das unterscheidet diese Kleinstadt grundlegend von anderen im Osten, die zwar auch renovierte Ortskerne, aber kein Gemeinwesen mehr haben.“ (Thomas Melzer)
Auf dem Foto: Jaki Liebezeit und Burnt Friedman im Interview mit Thomas Melzer und Antje Dombrowsky

Apéritif No. 3 zum Festival
Sonnabend, 25. Mai 2019, 10:30 Uhr
Marktplatz Eberswalde
Guten Morgen Eberswalde DCXX
Kulturelle Interventionen in der Innenstadt von Eberswalde

FAT - Fabulous Austrian Trio (AUT)
Alex Machacek (git) - Raphael Preuschl (bass) - Herbert Pirker (drums)
FAT FAT ist eine intuitive Combo mit einer schwer fassbaren „Break Music“ zwischen Jazz und Rock. Im Power Trio sorgen Raphael Preuschl und Herbert Pirker für ein gleichermaßen verwinkeltes wie stabiles Gerüst für die Sounds von Alex Machacek, die von Baumeistern wie Allan Holdsworth, Terje Rypdal oder Frank Zappa inspiriert sein könnten. Bei aller Virtuosität bleiben Form und Ensemblegeist stets bestimmend. Der Name der Band ist in jedem Fall Programm. Live ist das furios, wild und aufwühlend und auf einem atemberaubend hohen Niveau zwischen verwunschenen Akkordfolgen und Überschallläufen. Und das alles um Halbelf am Vormittag!
Mit Unterstützung des Österreichischen Kulturforums in Berlin

Mittwoch, 29. Mai 2019, 20:00 Uhr
Paul-Wunderlich-Haus
Festivaleröffnung

Stella Chiweshe - The Mbira Queen of Zimbabwe
Stella Chiweshe (mbira, voc)
Stella „Die Königin der Mbira Musik aus Simbabwe“ wird die mittlerweile 72jährige Stella Chiweshe liebevoll genannt, ist sie doch eine der wenigen Frauen, die dieses „traditionelle Instrument der Männer“ spielt. Das Instrument Mbira ist ein Lamellophon, das von den Shona im südlichen Afrika in der traditionellen afrikanischen Musik gespielt wird. Stella Chiweshe spielt eine Variante dieses Instrumentes, die von den Zezuru, einer zu den Shona gehörenden Volksgruppe „mbira dza vadzimu“ (Mbira der Vorfahren) genannt wird und 22 bis 28 Eisen-lamellen in zwei Reihen hat. Das Wort Mbira kategorisiert jedoch nicht nur das Musikinstrument, sondern auch die Musik selbst, die ein Medium ist, um Kontakt zu den Seelen der verstorbenen Vorfahren aufzunehmen.
Stella Chiweshe lernte das Instrument von 1966 bis 1969 und nahm bereits Anfang der 1970iger Jahre an damals noch illegalen Geisteranrufungszeremonien teil. 1974 konnte sie nach der formalen Unabhängigkeit des Landes erste Aufnahmen einspielen, ihre Debüt-Single Kasahwa erreichte 1975 Goldstatus. Ab Mitte der siebziger Jahre spielte sie nicht mehr nur bei rituellen Heilungen, Hochzeiten und Beerdigungen, sondern auch bei Konzerten und Partys. Seit 1984 unternahm sie Solotourneen und seit 1987 ist sie immer wieder auch in Europa und Nordamerika aufgetreten.
Wir freuen uns, unser diesjähriges Festival zum Thema „Ritual“ mit dieser weiterhin kraftvollen und spirituellen Künstlerin zu eröffnen.


Peter Ehwald “Le Septuor de Grand Matin” (D / POL)
Peter Ehwald (sax, comp) - Almut Kühne (voc) - Tomasz Dabrowski (tp) - Kathrin Pechlof (harp) - Stefan Schultze (p) - Matthias Akeo Nowak (b) - John Schröder (dr)
Ehwald Peter Ehwald hat die ersten Kinderjahre in Eberswalde verbracht, nun kommt er mit einer großen Band in seine alte Heimatstadt zurück. Die Kompositionen für „Le Septuor de Grand Matin“ sind das Ergebnis wacher Konzentration und der friedlichen Ruhe vor dem Sturm der alltäglichen Verpflichtungen, denn für das Entwickeln der Musik hat sich der Saxophonist ein besonderes „Ritual“ ausgedacht. Er schrieb ausschließlich im blauen Licht früher Morgenstunden.
Oszillierend zwischen dem Blau in „the Wee Hours of the Morning“ des Jazz und dem Schönberg'schen Kompositionsprinzip der Variation, sollen die Hörer und Hörerinnen in einen traumhaften Zustand klarer Gelassenheit versetzt werden. In Peter Ehwalds Komposition finden sich musikalische Strukturen europäischer Musik des frühen 20. Jahrhunderts, sowie Anklänge der Freiheit und Experimentierfreudigkeit des Jazz der 1970iger Jahre wieder. Für die ungewöhnliche Besetzung des „Septetts der frühen Morgenstunde“ hat er international renommierte Musiker und Musikerinnen gewonnen, die es vermögen, kompositorische Vorgaben zu rhythmischer Kammermusik zu verweben.
Die Konzerte von Stella Chiweshe und Peter Ehwald “Le Septuor de Grand Matin” werden von rbb kultur live aufgezeichnet!

Donnerstag, 30. Mai 2019, 20:00 Uhr
Paul-Wunderlich-Haus

Melt Trio (D)
Peter Meyer (git, electronics) - Bernhard Meyer (bass) - Moritz Baumgärtner (drums, perc)
Melt In den letzten Jahren hat sich das Melt Trio zu einem der wichtigsten und innovativsten Gitarrentrios entwickelt. Ihr progressiver und einzigartiger Sound begeistert Fachwelt, Musikliebhaberinnen und Konzertbesucher bereits seit 2010 und schon sehr früh auch das Eberswalder Publikum, nämlich 2012, zur damals 18. Ausgabe unseres Festivals.
Die drei Berliner haben zwischenzeitlich ihren Stil immer weiter ausgefeilt. Die Verbindung von akustischen und elektronischen Sounds ist noch subtiler, die Einflüsse von Jazz, Klassischer Moderne, Post- und Prog-Rock sind allenfalls schemenhaft auszumachen. Die Musik klingt schlicht nach Melt Trio und das Melt Trio ist und bleibt auch ein Gitarrentrio, das ohne Vergleich auskommt. Melt ist weder Nirvana auf Jazz noch Bill Frisell Trio in Rock und auch nicht Massacre in Ambient. Melt ist Melt, einzigartig, individuell, packend und ergreifend.
„Das Melt Trio setzt einen Wegweiser in die europäische Musiklandschaft.“ (Norbert Krampf, FAZ)
„Die Melodien sind von einer derart bezwingenden Schönheit, dass sie wieder und wieder gehört werden wollen.“ (Wolf Kampmann, Jazzthing)

Vula Viel (GB)
Bex Burch (gyil, voc) - Ruth Goller (bass) - Jim Hart (drums)
Vula In Großbritannien feiern Burch, Goller und Hart alias Vula Viel schon seit einer guten Weile Erfolge, jetzt kommen die Reisen. Nach dem Konzert bei Jazz in E. geht es im beispielsweise im Juni zum Moers Festival und im August zum Bezau Beatz Festival nach Österreich. Die Kritiker loben die Musik als „new and vital“ oder erfinden wilde Kombinationen, wie etwa „like Coltrane in dialogue with early Steve Reich“. Der Sound des unkonventionellen Trios erzeugt eine magische Anziehungskraft, auch dank einiger vertraut wirkender Details. Etwa die eingängigen Melodien, die Bex Burch mit klarer, heller Stimme singt und in denen sie eine Brücke zwischen globalem Pop, typisch westafrikanischen Linien, bisweilen auch Jazz und Psychedelic-Rock schlägt. Oder die repetitiven Patterns des ghanaischen Xylophons Gyil, das ursprünglich aus heiligem Holz gemacht ist und dessen archaischer Klang einem Balaphon ähnelt. Eine rockige, mitunter geradezu punkige Note steuern Gollers zeitweise absichtsvoll verzerrte, stets prägnante, zuweilen fast gitarristische Bassriffs bei. Jim Harts wirbelnde und Break-verliebte Beats komplettieren dieses Rhythmusmonster, dessen bestechender Groove in jedes Bein fährt, sofern es nicht wie die Instrumente überwiegend aus Holz besteht. Vula Viel bedeutet auf Dagaare „gut ist gut“. Es ist die Sprache jener Communitiy im Nordwesten Ghanas, bei der Bex Burch insgesamt drei Jahre lebte. Hier lernte sie überlieferte Musik und den Bau der Gyil, beteiligte sich darüber hinaus an Feld- und anderer alltäglicher Arbeit. Zuvor studierte sie klassische Perkussion an der Guildhall School in London, ihr erstes Konzert spielte sie mit der Londoner Philharmonia in der Royal Festival Hall. Zurück in der britischen Metropole fand sie mit Ruth Goller und Jim Hart herausragend kreative Partner für ihre eigenwillige, neuartige Fusion von Tradition und Moderne. “Dance to it, make love to it, consume it, listen to it, stare at the clouds to it!” (Iggy Pop) Das Konzert des Melt Trios wird von rbb kultur live aufgezeichnet. Das Konzert von Vula Viel wird ab 22:04 Uhr direkt auf rbb kultur live übertragen!

Freitag, 31. Mai 2019, 20:00 Uhr,
Paul-Wunderlich-Haus

I AM THREE (D)
Silke Eberhard (sax) - Nikolaus Neuser (tp) - Christian Marien (drums)
Three „In other words: I am three“. Mit diesen Worten beginnt Charles Mingus seine Autobiografie. Silke Eberhard, Nikolaus Neuser und Christian Marien spielen Mingus’ Musik und zeigen, dass sie zeitlos und in ihrer Interpretation ein höchst zeitgenössisches Statement ist. Das Kollektiv I Am Three arbeitet auf die gleiche Weise wie Mingus es in seinen Ensembles getan hat: ohne aufs Notenblatt zu schauen, auswendig, nach Gehör. Alle kennen alle Stimmen und sind in der Lage, die Musik im Moment zu arrangieren. So musizieren sie in der Tradition von Charles Mingus - risikoreich und voller Spielfreude.
„Mingus Mingus Mingus“, das Debutalbum von I Am Three, stieß auf große internationale Resonanz und wurde von der internationalen Fachpresse mehrfach unter die wichtigsten Neuerscheinungen gewählt.
„Direkter und schonungsloser kann man die Intensität der Mingus‘schen Themen wohl kaum ins Heute verpflanzen.“ (Stefan Pieper, Jazzthetik)

Trio Murray/Haker Flaten/Nilssen-Love (USA / NOR)
David Murray (sax) - Ingebrigt Håker Flaten (bass) - Paal Nilssen-Love (drums)
Murray Nur wenige Musiker haben sich so produktiv und einfallsreich gezeigt wie David Murray, u.a. 1977 Gründungsmitglied des World Saxophone Quartet. Er integriert in sein sehr charakteristisches Spiel Elemente und Techniken aus allen Stilrichtungen des Jazz. Nun trifft der amerikanische Saxophonist ein erstes Mal auf Ingebrigt Håker Flaten und Paal Nilssen-Love von The Thing, die beide schon seit 1992 zusammenspielen und als „Norway's heaviest rhythm-section“ gelten.
Die Musik basiert auf Kompositionen aller drei Bandmitglieder und wird so intensiv, energetisch und aufregend wie man es von drei Musikern mit solch einem umfangreichen und vielfältigen musikalischen Hintergrund nur erwarten kann.

Sonnabend, 1. Juni 2019, 10:30 Uhr
Kirchhang am Marktplatz
Guten-Morgen-Eberswalde DCXXI
Kulturelle Interventionen in der Innenstadt von Eberswalde

Mokete Mokete
Jérôme Bugnon (tb) - Johannes Schleiermacher (sax) - Dirk Berger (git) - Beat Halberschmidt (bass) - Daniel Schröteler (drums)
Mookete Zum Open-Air-Konzert am Vormittag freuen wir uns auf ein ganz neues Berliner All-Star-Ensemble. Zum Quintett gehören Posaunist Jérôme Bugnon (Seeed, Peter Fox), Saxophonist Johannes Schleiermacher (Gunter Hampel, Andromeda Mega Express Orchestra), Gitarrist Dirk Berger (Peter Fox, Lychee Lassi), Bassist Beat Halberschmidt (Marteria, Lychee Lassi) und Schlagzeuger Daniel Schröteler (Jose Gonzalez & The String Theory). Die Musiker sind bereit für eine offene, kollektive und hochenergetische Erfahrung und folgen unmittelbar ihren musikalischen Eingebungen. Funky & hypnotisch. Denken Sie an einen Jim Jarmusch Soundtrack, aber diesmal ist alles live…
Für das unkomplizierte „Picknick zum Jazz“ sorgt heute am Vormittag das Kaffeehaus GUSTAV!

Sonnabend, 1. Juni 2019, 20:00 Uhr
Paul-Wunderlich-Haus

Trio Heinz Herbert (CH / D)
Dominic Landolt (git) - Ramon Landolt (synth, samples) - Moritz Baumgärtner (drums)
Heinz Der Bandname läßt eine Verortung in der Volksmusik vermuten, entpuppt sich aber als verschmitzter Flirt mit der Jazztradition, mit der die drei Klangalchemisten der Combo nun bereits seit fast einem Jahrzehnt lustvoll schäkern. Ihre beherzte Tüftelei kombiniert ver-schiedener Inspirationsströme, verschmilzt sie zu einem stilistischen Vexierspiel. Vertraute Vorstellungen von Jazz und Improvisation, technoider Clubkultur, Alternative Rock, Industrial und Ambient leuchten auf und formieren sich zu einem farbenfrohen und skurrilen Kaleidoskop. Die selbsternannten „Weltraum-Romantiker“ erproben in ihrer überraschungsreichen elektroakustischen Tonkunst mit schwebenden Sounds und treibenden Beats die Schwerelosigkeit und Weiträumigkeit. Auftritte beim Jazzfest Berlin oder bei unlimited 31 in Wels, sowie eine Reihe von Konzerten an ungewöhnlichen Orten festigten ihren Ruf als hippe und risikofreudige Soundforscher. In der Musik finden sich Spuren der Psychedelik des freien Jazz der Siebzigerjahre und Erosionen der zeitgenössischen Clubkultur. Willkommen im Spiegelkabinett von Einflüssen, Stoffen, Farben und doppelten Tanzböden.

Helmut Joe Sachse (D)
Helmut Joe Sachse (git)
Sachse Wir freuen uns zum Jubiläumsfestival den „Hexenmeister aus Chemnitz“, mittlerweile 70 Jahre alt, bei uns begrüßen zu können. Helmut „Joe“ Sachse gastierte bei Jazz in E. No 2. 1996 mit Günter Saalmann und bei Jazz in E. No. 12 solistisch, dazu war er auch in anderen Zusammenhängen, in Duo Konstellationen mit Pinguin Moschner und Uwe Kropinski, unser Gast in Eberswalde. Er verdankt seinen Zweitnamen dem legendären Jimi Hendrix und das sicher nicht nur, weil er dessen gleichlautenden Hit gern und oft gespielt hat.
Lange Jahre spielte er im Duo mit dem Saxophonisten Manfred Hering, im Quartett Doppelmoppel, sowie in eigenen Formationen. In Eberswalde ist der „Hohepriester der Elektrogitarre“ in einer seiner weiteren Spezialdisziplinen zu erleben, dem Solo Auftritt.

Ernte (D / CH)
Uli Kempendorff (sax) - Benjamin Weidekamp (sax) - Kaspar von Grünigen (bass) - Max Andrzejewski (drums)
Ernte Spiel die alten (Kampf)Lieder neu! Es ist höchste Zeit, wieder ins Horn zu stoßen. Vier Jazzmusiker widmen sich einem Repertoire des 20. Jahrhunderts, das in vielen Fällen die Ernte ihrer (Krisen)Zeit war: Widerstandslieder, Arbeiterlieder, Partisanenlieder und Kampflie-der gegen den Faschismus. Die Aussaat unserer Zeit und die herrschende globale Politik wird uns womöglich eine Ernte bescheren, die kaum mehr verdaulich sein wird - nicht zuletzt in der Agrar- und Nahrungsmittelpolitik. Deshalb spielt Ernte getreu dem Motto „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ Musik mit und im Protest. Ohne Liedtexte, dafür mit großer Spielfreude und allem was der Jazz dafür zu bieten hat: Improvisation, Unberechenbarkeit, Energie, Transzendenz und eine Spur Melancholie.

Das Jazz-in-E-DJ-Team!
dj19 Für die gute Musik vor und nach den Konzerten stehen die gastgebenden Jazzaktivisten höchstpersönlich. Täglich ein neues Gesicht am Pult!

T-Shirt Unser Haus- und Hofgrafiker!
Seit knapp zwei Jahrzehnten begleitet Matthias Schwarz das Jazz in. E. Fest mit Zeichenblock und Bleistift. Aus den sehr besonderen „Live-Mitschnitten“ entstehen im Anschluß seine unverkennbaren Grafiken. Eine davon prägt auch in diesem Jahr wieder das Festival-Shirt. Diesmal ist der Schlagzeuger Christian Lillinger zu sehen.

Der Festivalblog!
„In der Rotunde des Paul-Wunderlich-Hauses fließt der Luftstrom des Festivals an vier Abenden im Kreis, was den Saal stets zum geschützten Raum macht, gelegentlich auch zum Auge des Orkans…“ Thomas Melzer ist der Mann hinter dem Festivalblog. Während des Festivals berichtet er charmant und sehr persönlich über das Konzertgeschehen. Nachzulesen immer auf www.mescal.de.

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